

Zwischen 2020 und 03/2025: Ein Blick zurück


2020/2021 kamen meine Kinder mit einer Idee zu mir, die ich kaum verstand: Sie wollten ein Mining-Rig bauen. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, was das überhaupt bedeutete. Mining? Bitcoin? Ethereum? Blockchain? Das klang für mich wie eine andere Sprache. In meinen Augen war das irgendein verrückter Internet-Hype – kompliziert, riskant und wahrscheinlich nur etwas für Computerfreaks.
Doch meine Kinder gaben nicht auf. Sie zeigten mir Videos, erklärten mir, dass Bitcoin eine digitale Währung ist und dass Mining der Prozess ist, durch den neue Coins entstehen. Doch es war ein Video von Roman, dem Blocktrainer, das mich wirklich zum Nachdenken brachte. Er sprach über die Bedeutung von Bitcoin und Dezentralisierung.
Plötzlich sah ich mehr als nur Technik – ich sah eine Vision, eine Revolution.
Also wagten wir den Schritt. Ohne jegliches Vorwissen bestellten wir die Hardware und begannen, in unserem Keller unser erstes Mining-Rig zusammenzubauen. Es war eine Mischung aus Begeisterung und Frust: Kabelsalat, Hitzeprobleme, Konfigurationen, die einfach nicht funktionieren wollten. Doch nach unzähligen Stunden, Tutorials und Tests war es endlich soweit: Unser Rig lief!
Wir mineten damals Ethereum (ETH) – aber über NiceHash wurden wir in Bitcoin (BTC) bezahlt. Es war faszinierend: Unsere Grafikkarten arbeiteten im Hintergrund, und nach einer Weile tauchten die ersten Satoshis – die kleinste Einheit von Bitcoin – in unserer Wallet auf. Es fühlte sich fast unwirklich an.
Ich, der einst nichts von Mining und Co. verstand, war nun ein Teil dieses Netzwerks!
Und alles begann mit der Neugier meiner Kinder – und einem Video von Roman, dem Blocktrainer.
Von der Skepsis zur Faszination – Unser Einstieg in die Mining-Welt


23.07.2021 Gewerbe-Anmeldung Tätigkeit im Nebenerwerb
Pettstadt
Krall Mining


Nach unserem ersten erfolgreichen Mining-Rig konnten wir nicht mehr aufhören. Es war, als hätten wir eine neue Welt entdeckt – eine, die nicht nur digitale Coins, sondern auch echtes Wissen und Begeisterung brachte. Also bauten wir weiter. Den zweiten Rig, den dritten und den vierten.
Unser kleines Hobby wuchs zu einer richtigen Mining-Anlage heran. Bald zogen 12 kW Leistung durch unseren Keller, die Tower stapelten sich, die GPUs arbeiteten unermüdlich. Und dann kam der Winter 2021/22 – ein Moment, der uns zeigte, dass Mining nicht nur profitabel, sondern auch praktisch sein konnte.
Heizkosten: 0€ – Doch nicht ohne Nebenwirkungen
Durch den Kamineffekt verteilte sich die warme Luft aus dem Keller ins ganze Haus. Während andere über die steigenden Energiepreise jammerten, saßen wir gemütlich im Warmen – kostenlos beheizt von unseren Mining-Rigs. Doch die Wärme wurde so intensiv, dass es unerwartete Nebenwirkungen gab: Die Taufkerzen unserer Kinder begannen zu schmelzen! Sie verbogen sich in der Hitze wie weiche Gummischläuche. Es war ein unglaublicher Anblick – und leider auch der Grund für den ersten großen Ärger.
Meine Frau war von Anfang an skeptisch, aber als sie die verbogenen Taufkerzen sah, war ihre Geduld endgültig am Ende. „Was macht ihr da unten für einen Hokuspokus?!“ donnerte sie mich an. „Das ist doch keine IT, das ist Wahnsinn!“ Ich versuchte, ihr zu erklären, dass wir gerade Geld verdienten und gleichzeitig die Heizkosten sparten, doch in ihren Augen war das einfach nur eine weitere verrückte Idee, die mehr Chaos als Nutzen brachte.
Der Streit war unausweichlich. Während wir stolz auf unser wachsendes Mining-Imperium waren, sah sie vor allem den Lärm, die Hitze und den wachsenden Stromverbrauch. Jeder neue Tower brachte neue Diskussionen.
Doch all das hielt uns nicht auf. Unser Mining lief weiter – bis zum Tag X.
Der Tag, an dem Ethereum von Proof of Work (PoW) auf Proof of Stake (PoS) umstellte, war ein harter Einschnitt. Unsere Rigs, einst profitable Maschinen, wurden über Nacht nutzlos für ETH-Mining.
Doch für uns war klar: Das nächste Kapitel beginnt jetzt.
Vom ersten Rig zur 12kW-Anlage – Ein heißes Abenteuer
Nach all den Höhen und Tiefen in der Mining-Welt stellten wir fest: Wir hatten nicht nur viel gelernt, sondern auch einiges verdient. Doch unser größtes Kapital war nicht nur Bitcoin oder Ethereum – es waren unsere handwerklichen Fähigkeiten und unser Durchhaltevermögen.
Mit harter Arbeit und Muskelkraft hatten wir bereits unser erstes Einfamilienhaus instand gehalten und optimiert. Doch es wurde uns mit der Zeit zu klein, und die Idee wuchs in uns: Warum nicht größer denken?
Der Plan war geboren: Wir bauen ein Zweifamilienhaus!
Der Verkauf unseres Einfamilienhauses brachte uns das nötige Eigenkapital. Doch es sollte nicht einfach nur ein größeres Haus werden – wir wollten eine Energie- und Mining-Oase schaffen, in der unser Hobby nicht nur profitabel, sondern auch nachhaltig betrieben werden konnte.
Mit unserem neuen Eigenheim wollten wir nicht mehr nur vom Netzstrom abhängig sein. Die Idee war, eine große Photovoltaikanlage (PV) zu installieren und unseren Mining-Betrieb mit dem überschüssigen Solarstrom zu betreiben.
Unser Traum war es, Mining und Energieeffizienz zu vereinen. Während viele nur die steigenden Stromkosten sahen, sahen wir eine Möglichkeit, Geld zu verdienen und gleichzeitig nachhaltig zu wirtschaften.
Doch wie so oft im Leben kam es anders als geplant. Es gab neue Herausforderungen, Überraschungen und Rückschläge.
Vom Mining-Keller zum Eigenheim – Eine Vision nimmt Gestalt an
Der Bauboom war enorm, und nichts lief nach Plan. Keine Termine wurden eingehalten, Handwerker kamen unzuverlässig oder gar nicht, und Material war kaum zu bekommen. Die Preise explodierten – für einzelne Komponenten zahlten wir das Doppelte oder Dreifache. Es war eine nervenaufreibende Zeit, in der nichts Spaß machte.
Währenddessen standen unsere Mining Rigs still. Kein Mining, keine Einnahmen – und dann passierte das Schlimmste: Ein Wasserschaden im Keller! Der gesamte Trockenbau musste erneut gemacht werden. Es war ein herber Rückschlag, der uns an unsere Grenzen brachte.
Doch Aufgeben? Keine Option!
Zu allem Überfluss mussten wir aus unserem alten Haus ausziehen, da es bereits verkauft war. Ohne andere Wahl entschieden wir uns, das neue Haus so schnell wie möglich fertigzustellen – ohne Schnickschnack, einfach nach Standard, aber so schnell es ging.
Es war eine harte Zeit, aber wir hielten durch. Denn wir wussten: Unser Ziel war greifbar nah.
Bauchaos und Rückschläge – Doch Aufgeben war keine Option
Nach der Fertigstellung des Hauses und der Rückkehr zur Normalität ließ mich das Wasser nicht mehr los. Wir brauchen unsere Rigs wassergekühlt! Diese Idee ließ mich nicht mehr los: Warum nicht das Mining direkt an das Heizungsnetz anschließen und die Abwärme noch effizienter nutzen?
Ein neues Kapitel war geboren.
Wir entwickelten einen Prototypen für wassergekühlte Mining-Rigs und präsentierten ihn auf der 6. Bamberger Startup-Messe. Das Publikum – vor allem Insider der Branche – war begeistert von unserer Idee. Ihr positives Feedback bestärkte uns in unserer Entscheidung: Hier machen wir weiter!
Sei dabei, wenn wir das GreenMiningHouse zum Leben erwecken! Start: 01.04.2025 – kein Aprilscherz!